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Aktuelle Petition bis zum 5. Dezember, Peru: Zwangssterilisationen von indigenen Frauen und Bäuerinnen
Während der 1990er Jahre wurden in Peru mehr als 200.000 indigene Frauen und Bäuerinnen im Rahmen eines offiziellen Familienplanungsprogramms Opfer von Zwangssterilisationen. Bis heute ist weder die genaue Zahl der Opfer registriert, noch haben die Frauen und ihre Familien Gerechtigkeit oder Wiedergutmachung erfahren.
Die Staatsanwaltschaft in der peruanischen Hauptstadt Lima untersuchte fast zehn Jahre lang die Fälle von mehr als 2.000 indigenen Frauen und Bäuerinnen, die angeblich zwangssterilisiert wurden. Doch nach Ende der Ermittlungen erhob die Staatsanwaltschaft im Januar 2014 nur in einem einzigen Fall Anklage gegen das medizinische Personal. Zu Anklagen gegen staatliche Institutionen, die für die Umsetzung des Familienplanungsprogrammes und die daraus resultierenden Sterilisationen verantwortlich waren, kam es nicht.
Mit der Kampagne „Gegen ihren Willen“ („Contra su voluntad“/“Against their will“) fordert Amnesty International Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die mehr als 200.000 Frauen, die vor allem in den armen, ländlichen Regionen Perus während der 1990er Jahre gegen ihren Willen oder ohne ausreichende Information über den Eingriff sterilisiert wurden. Ziel der Kampagne ist es, den peruanischen Präsidenten Ollanta Humala Tasso dazu zu bringen, ein zentrales Register einzurichten, um die wirkliche Zahl zwangssterilisierter Frauen zu erfassen. Dies ist ein erster entscheidender Schritt um sicherzustellen, dass jede einzelne dieser Frauen Gerechtigkeit und vollständige Wiedergutmachung erfährt.
Bitte unterschreiben Sie die Petition von Amnistía Internacional Perú, Sie finden sie unter folgenden Links auf Spanisch http://www.contrasuvoluntad.pe und auf Englisch http://www.nomas.pe/againstheirwill.
Die gesammelten Unterschriften will Amnistía Internacional Perú am 10. Dezember 2015 dem peruanischen Präsidenten Humala übergeben.

Aktuelle Petition für die Sarayaku in Ecuador
Die Gemeinde der Sarayaku hat rund 1.200 Mitglieder und lebt im Amazonasgebiet im Osten Ecuadors, am Ufer des Bobonaza-Flusses. Für die Sarayaku sind der Fluss und der dichte Regenwald, der ihn umgibt, die Existenzgrundlage. Doch seit der ecuadorianische Staat vor mehr als zehn Jahren Konzessionsrechte an Ölunternehmen vergeben hat, ist diese in Gefahr. In einem wegweisenden Urteil sprachen die Richter Ecuador im Juli 2012 schuldig, die Rechte der Sarayaku auf Eigentum und kulturelle Identität verletzt zu haben. Dieses Urteil wurde von Ecuador bis heute nicht vollständig umgesetzt.
Die Petition finden Sie hier und weitere Informationen unter http://www.amnesty.de/2013/7/30/ecuador-der-kampf-der-sarayaku-geht-weiter.
Der Film "Die Kinder des Jaguar" von Eriberto Gualinga über die Sarayaku und ihrem Kampf gegen die Ölförderung kann über unsere Gruppe (siehe unter Materialien) bestellt werden. Die halbstündige Dokumentation wurde von den Sarayaku und Amnesty gemeinsam produziert und gewann 2012 im Rahmen des "National Geographic All Roads Film Festival" einen Preis.

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