Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Aktuelles

Alle laufenden Eilaktionen zum Thema finden Sie in der Rubrik "Eilaktionen"! Helfen Sie uns und schauen Sie hier regelmäßig vorbei!

Filmtipp: "AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam" von Marco Keller
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und für die Bedrohung der dort lebenden Menschen und Tiere.\\ Der Film zeigt, wie sich die Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größte indigene Ethnie, mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren. Porträtiert wird außerdem das Engagement des Biopioniers Wolfgang Heck. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.
AGROkalypse feierte am 17. Juni Premiere in Hamburg und ist fortan in ausgewählten Kinos und Events zu sehen. Weitere Informationen zu Kinoterminen und Sondervorstellungen finden Sie hier. Den Trailer zum Film gibt es hier.

Aktuelle Eilaktion bis zum 5. Juli 2016, Brasilien: Indigenen droht Zwangsräumung
Der indigenen Gemeinschaft der Guarani-Kaiowá aus der Gemeinde Apika'y im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul droht erneut die rechtswidrige Zwangsräumung. Laut eines richterlichen Räumungsbefehls hat die Gemeinschaft nach der Benachrichtigung ihrer Sprecherin fünf Tage Zeit, ihr Land zu räumen. Die Behörden haben die Gemeinschaft nicht angemessen konsultiert und ihnen keine alternativen Unterkünfte zur Verfügung gestellt.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-163-2015/drohende-zwangsraeumung und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-163-2015-1/indigenen-droht-zwangsraeumung abrufbar.

Aktuelle Eilaktion bis zum 27. Juni 2016, Mexiko: konstruierte Anklagen gegen Umweltschützer
Ildefonso Zamora befindet sich seit November 2015 in Untersuchungshaft. Man scheint den Umwelt- und Landrechtsaktivisten, der einer indigenen Gemeinschaft angehört, so davon abhalten zu wollen, sich gegen die Abholzung eines Waldgebiets auf dem angestammten Land seiner indigenen Gemeinschaft einzusetzen.
Am 13. Juni urteilte ein mexikanisches Gericht, dass die Vorwürfe gegen Ildefonso Zamora haltlos sind, da keine Beweise gegen ihn vorliegen. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates México hat nun prinzipiell bis zum 27. Juni Zeit, um Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. Amnesty International fordert die Generalstaatsanwaltschaft auf, die richterliche Entscheidung nicht anzufechten und stattdessen anzuerkennen, dass im Fall von Ildefonso Zamora eindeutig gegen verfahrensrechtliche Garantien verstoßen wurde.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-106-2016/konstruierte-anklagen-gegen-umweltschuetzer und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-106-2016-1/weiter-haft abrufbar.

UA-50/2016, Honduras: Zeuge in Gefahr
Gustavo Castro Soto ist am 01.04.2016 nach Mexiko zurückgekehrt. Die Eilaktion war erfolgreich! Vielen Dank für Ihre Hilfe!
In Honduras haben die Behörden angeordnet, dass der mexikanische Menschenrechtsverteidiger Gustavo Castro Soto weitere 30 Tage im Land bleiben muss. Er ist der einzige Zeuge im Mordfall der indigenen Umweltschützerin Berta Cáceres und wurde selber bei dem Angriff verletzt. Er hat bereits als Zeuge ausgesagt und Sorge um seine Sicherheit in Honduras geäußert.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-050-2016/zeuge-gefahr, die Updates unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-050-2016-1/zeuge-weiterhin-gefahr und http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-050-2016-2/zurueck-mexiko abrufbar.

Ein weiterer Schritt zur Gerechtigkeit für die Sarayaku
Die ecuadorianische Justizministerin, Ledy Zúñiga Rocha, entschuldigte sich am 1. Oktober 2014 bei den Sarayaku, so wie es das Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte vorsieht. Es ist das erste Mal, dass sich der ecuadorianische Staat bei Indigenen entschuldigt.

Aktuelle Petition für die Sarayaku in Ecuador
Die Gemeinde der Sarayaku hat rund 1.200 Mitglieder und lebt im Amazonasgebiet im Osten Ecuadors, am Ufer des Bobonaza-Flusses. Für die Sarayaku sind der Fluss und der dichte Regenwald, der ihn umgibt, die Existenzgrundlage. Doch seit der ecuadorianische Staat vor mehr als zehn Jahren Konzessionsrechte an Ölunternehmen vergeben hat, ist diese in Gefahr. In einem wegweisenden Urteil sprachen die Richter Ecuador im Juli 2012 schuldig, die Rechte der Sarayaku auf Eigentum und kulturelle Identität verletzt zu haben. Dieses Urteil wurde von Ecuador bis heute nicht vollständig umgesetzt.
Die Petition finden Sie hier und weitere Informationen unter http://www.amnesty.de/2013/7/30/ecuador-der-kampf-der-sarayaku-geht-weiter.
Der Film "Die Kinder des Jaguar" von Eriberto Gualinga über die Sarayaku und ihrem Kampf gegen die Ölförderung kann über unsere Gruppe (siehe unter Materialien) bestellt werden. Die halbstündige Dokumentation wurde von den Sarayaku und Amnesty gemeinsam produziert und gewann 2012 im Rahmen des "National Geographic All Roads Film Festival" einen Preis.

Gute Nachrichten für die Sawhoyamaxa
Der Präsident von Paraguay hat am 11.06.2014 das Gesetz in Kraft gesetzt, mit dem der indigenen Gemeinschaft der Sawhoyamaxa 14.404 Hektar des traditionell von ihr besiedelten Landes zurückgegeben werden. Im Gegenzug wird dem Landbesitzer eine Entschädigung gezahlt. Dies ist ein großer Erfolg für die Gemeinschaft, die seit über 20 Jahren um ihr Land gekämpft hat. Der Präsident hat somit ein deutliches Zeichen gesetzt, dass der Staat Paraguay bereit ist, die Rechte der indigenen Völker zu respektieren und zu schützen.
Großen Dank an alle, die sich an den Briefaktionen beteiligt haben..

Indien: Großartige Neuigkeiten für die Dongria Kondh
Anfang Januar hat das indische Umweltministerium verkündet, dass auf dem Land der Dongria Kondh keine Rohstoffe mehr abgebaut werden. Damit geht ein jahrzehntelanger Streit zu Ende: Das britisch-indische Unternehmen "Vedanta" wollte in den Niyamgiri-Hügeln im Bundesstaat Odisha eine Mine zum Abbau des Aluminiumerzes Bauxit errichten.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.amnesty.de.

Mexiko: Positive Entwicklung im Prozess von Valentina Rosendo und Ines Fernandez gegen vier Militärs
13. Januar 2014 - Ein mexikanisches Zivilgericht hat vier Angehörige des Militärs in Untersuchungshaft genommen und Anklage wegen Folter und sexueller Gewalt an Valentina Rosendo und Ines Fernández erhoben. Die beiden indigenen Frauen aus dem Bundesstaat Guerrero kämpfen seit zwölf Jahren dafür, dass ihre Vergewaltiger zur Verantwortung gezogen werden. Diesem Ziel sind sie nun ein Stück näher gekommen.
Mehr Informationen zu diesem Thema können unter http://www.amnesty.de/2014/1/20/mexiko-positive-entwicklung-im-prozess-von-valentina-rosendo-und-ines-fernandez-gegen-vier abgerufen werden.

Eine Petition von Amnesty International Kanada an den kanadischen Premierminister Harper für die Beachtung des Rechts auf "free, prior and informed consent" der Indigenen Kanadas kann unter http://e-activist.com/ea-action/action?ea.client.id=1770&ea.campaign.id=22596&forwarded=true unterzeichnet werden.

Aktueller Bericht über die Situation der indigenen Völker in den Chittagong Hill Tracts in Bagladesch
"The report, Pushed to the Edge, documents how the Pahari are still waiting for the government to live up to the terms of an accord signed more than 15 years ago, by restoring their traditional lands to them."
Eine deutsche Übersetzung des Berichts finden Sie hier. Eine Zusammenfassung sowie der vollständige Bericht in englischer Sprache sind unter http://www.amnesty.org/en/news/bangladesh-indigenous-peoples-engulfed-chittagong-hill-tracts-land-conflict-2013-06-12 abrufbar.