Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Aktuelles

Alle laufenden Eilaktionen zum Thema finden Sie in der Rubrik "Eilaktionen"! Helfen Sie uns und schauen Sie hier regelmäßig vorbei!

Aktuelle Eilaktion bis zum 03.05.2017, Kolumbien: Paramilitärs eingedrungen
Am 15. März berichtete die Menschenrechts-NGO Comisión Intereclesial de Justicia y Paz (CIJP) über die Präsenz von 40 Personen, die zu der paramilitärischen Gruppe Autodefensas Gaitanistas de Colombia (AGC) gehören, in der Farm in Santa Rosa im Departamento Chocó im Nordwesten Kolumbiens. Laut der NGO besetzten diese Personen die Farm für zwei Tage. Seit dem 8. März berichtet die CIJP, dass paramilitärische Gruppen die Gemeinschaften im Flussgebiet Jiguamiandó schikanieren, sie einschüchtern, die Anführer_innen der Gemeinschaften bedrohen und ihre Absicht, die Kontrolle über das Gebiet zu bekommen, bekräftigen. Trotz der Tatsache, dass in den humanitären Zonen im Urada Jiguamiandó Reservat, Pueblo Nuevo und Nueva Esperanza von der Interamerikanischen Menschenrechtskommission und dem Verfassungsgericht Schutzmechanismen gewährt wurden, hat sich die Situation nicht geändert, sondern verschlechtert sich seit Anfang März.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-062-2017/paramilitaers-eingedrungen abrufbar.

Aktuelle Eilaktion bis zum 26.04.2017, Argentinien: Indigenen droht unfaires Verfahren
Drei Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Chañaral Wichí aus der Provinz Salta im Norden Argentiniens stehen vor Gericht, weil sie mit passivem Widerstand ihr Land verteidigt haben. Das Verfahren entspricht jedoch nicht rechtstaatlichen Prinzipien. Martin Acosta, Dalmacio Acosta und Demetrio Campos sind wegen Drohungen und der Verursachung von Schäden angeklagt. Die Vorwürfe kommen von einer Landbesitzer_in, die daran interessiert ist, das Land der indigenen Gemeinde, zu vereinnahmen. 2014 widersetzte sich die indigene Gemeinschaft einer Gruppe von Menschen, die Teile ihres angestammten Landes umzäunen wollten und damit die Wege zu ihrem Jagdrevier und ihren Fischfanggründe blockierten und den Zugang zu Wasser und Feuerholz versperrten und somit ihre Existenzgrundlage gefährdeten.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-058-2017/indigenen-droht-unfaires-verfahren abrufbar.

Tödliches Engagement: Vor einem Jahr wurde in Honduras die Indigenenaktivistin Berta Cáceres erschossen
Am 3. März jährt sich zum ersten Mal der Todestag von Berta Cáceres, die vor dann genau einem Jahr in ihrem Haus im Westen von Honduras erschossen wurde. Noch immer ist der Mord an der Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH nicht abschließend aufgeklärt. Im Gegenteil, die Repression gegen Umweltschützer und Menschenrechtsverteidiger nimmt in Honduras stetig zu.
Nationale und internationale Organisationen, die Land- und Umweltrechte verteidigen, werden in Honduras ins Visier genommen. Betroffen sind neben der honduranischen Indigenenorganisation unter anderem die internationale NGO Global Witness. Ihre Mitglieder sind zunehmend Drangsalierungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Amnesty ruft mit einer laufenden Appellaktion die Regierung von Honduras dazu auf, aktiv zu werden und die betroffenen Personen zu schützen.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-034-2017/menschenrechtsorganisationen-unter-druck abrufbar.
Weitere Informationen zu Berta Cáceres finden Sie hier.

Online Petition gegen Staudammprojekt in Kanada
Ein riesiger Staudamm, der in der kanadischen Provinz British Columbia gebaut wird, verstößt gegen Kanadas Verpflichtungen, die Rechte indigener Gemeinschaften zu achten. Der Staudamm würde den Indigenen im Peace River Valley den Zugang zu Gebieten und Gewässern abschneiden, die zentraler Bestandteil ihrer Kultur und Lebensgrundlage sind.
Mehr Informationen und die Petition finden Sie unter http://www.amnesty.de/2016/8/9/kanada-wirtschaftsprojekt-bedroht-indigene.

Filmtipp: "AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam" von Marco Keller
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und für die Bedrohung der dort lebenden Menschen und Tiere.\\ Der Film zeigt, wie sich die Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größte indigene Ethnie, mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren. Porträtiert wird außerdem das Engagement des Biopioniers Wolfgang Heck. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.
AGROkalypse feierte am 17. Juni Premiere in Hamburg und ist fortan in ausgewählten Kinos und Events zu sehen. Weitere Informationen zu Kinoterminen und Sondervorstellungen finden Sie hier. Den Trailer zum Film gibt es hier.

Ein weiterer Schritt zur Gerechtigkeit für die Sarayaku
Die ecuadorianische Justizministerin, Ledy Zúñiga Rocha, entschuldigte sich am 1. Oktober 2014 bei den Sarayaku, so wie es das Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte vorsieht. Es ist das erste Mal, dass sich der ecuadorianische Staat bei Indigenen entschuldigt.

Aktuelle Petition für die Sarayaku in Ecuador
Die Gemeinde der Sarayaku hat rund 1.200 Mitglieder und lebt im Amazonasgebiet im Osten Ecuadors, am Ufer des Bobonaza-Flusses. Für die Sarayaku sind der Fluss und der dichte Regenwald, der ihn umgibt, die Existenzgrundlage. Doch seit der ecuadorianische Staat vor mehr als zehn Jahren Konzessionsrechte an Ölunternehmen vergeben hat, ist diese in Gefahr. In einem wegweisenden Urteil sprachen die Richter Ecuador im Juli 2012 schuldig, die Rechte der Sarayaku auf Eigentum und kulturelle Identität verletzt zu haben. Dieses Urteil wurde von Ecuador bis heute nicht vollständig umgesetzt.
Die Petition finden Sie hier und weitere Informationen unter http://www.amnesty.de/2013/7/30/ecuador-der-kampf-der-sarayaku-geht-weiter.
Der Film "Die Kinder des Jaguar" von Eriberto Gualinga über die Sarayaku und ihrem Kampf gegen die Ölförderung kann über unsere Gruppe (siehe unter Materialien) bestellt werden. Die halbstündige Dokumentation wurde von den Sarayaku und Amnesty gemeinsam produziert und gewann 2012 im Rahmen des "National Geographic All Roads Film Festival" einen Preis.

Gute Nachrichten für die Sawhoyamaxa
Der Präsident von Paraguay hat am 11.06.2014 das Gesetz in Kraft gesetzt, mit dem der indigenen Gemeinschaft der Sawhoyamaxa 14.404 Hektar des traditionell von ihr besiedelten Landes zurückgegeben werden. Im Gegenzug wird dem Landbesitzer eine Entschädigung gezahlt. Dies ist ein großer Erfolg für die Gemeinschaft, die seit über 20 Jahren um ihr Land gekämpft hat. Der Präsident hat somit ein deutliches Zeichen gesetzt, dass der Staat Paraguay bereit ist, die Rechte der indigenen Völker zu respektieren und zu schützen.
Großen Dank an alle, die sich an den Briefaktionen beteiligt haben..

Indien: Großartige Neuigkeiten für die Dongria Kondh
Anfang Januar hat das indische Umweltministerium verkündet, dass auf dem Land der Dongria Kondh keine Rohstoffe mehr abgebaut werden. Damit geht ein jahrzehntelanger Streit zu Ende: Das britisch-indische Unternehmen "Vedanta" wollte in den Niyamgiri-Hügeln im Bundesstaat Odisha eine Mine zum Abbau des Aluminiumerzes Bauxit errichten.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.amnesty.de.

Mexiko: Positive Entwicklung im Prozess von Valentina Rosendo und Ines Fernandez gegen vier Militärs
13. Januar 2014 - Ein mexikanisches Zivilgericht hat vier Angehörige des Militärs in Untersuchungshaft genommen und Anklage wegen Folter und sexueller Gewalt an Valentina Rosendo und Ines Fernández erhoben. Die beiden indigenen Frauen aus dem Bundesstaat Guerrero kämpfen seit zwölf Jahren dafür, dass ihre Vergewaltiger zur Verantwortung gezogen werden. Diesem Ziel sind sie nun ein Stück näher gekommen.
Mehr Informationen zu diesem Thema können unter http://www.amnesty.de/2014/1/20/mexiko-positive-entwicklung-im-prozess-von-valentina-rosendo-und-ines-fernandez-gegen-vier abgerufen werden.

Eine Petition von Amnesty International Kanada an den kanadischen Premierminister Harper für die Beachtung des Rechts auf "free, prior and informed consent" der Indigenen Kanadas kann unter http://e-activist.com/ea-action/action?ea.client.id=1770&ea.campaign.id=22596&forwarded=true unterzeichnet werden.

Aktueller Bericht über die Situation der indigenen Völker in den Chittagong Hill Tracts in Bagladesch
"The report, Pushed to the Edge, documents how the Pahari are still waiting for the government to live up to the terms of an accord signed more than 15 years ago, by restoring their traditional lands to them."
Eine deutsche Übersetzung des Berichts finden Sie hier. Eine Zusammenfassung sowie der vollständige Bericht in englischer Sprache sind unter http://www.amnesty.org/en/news/bangladesh-indigenous-peoples-engulfed-chittagong-hill-tracts-land-conflict-2013-06-12 abrufbar.