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2017

Petition für die Sarayaku in Ecuador
Die Gemeinde der Sarayaku hat rund 1.200 Mitglieder und lebt im Amazonasgebiet im Osten Ecuadors, am Ufer des Bobonaza-Flusses. Für die Sarayaku sind der Fluss und der dichte Regenwald, der ihn umgibt, die Existenzgrundlage. Doch seit der ecuadorianische Staat vor mehr als zehn Jahren Konzessionsrechte an Ölunternehmen vergeben hat, ist diese in Gefahr. In einem wegweisenden Urteil sprachen die Richter Ecuador im Juli 2012 schuldig, die Rechte der Sarayaku auf Eigentum und kulturelle Identität verletzt zu haben. Dieses Urteil wurde von Ecuador bis heute nicht vollständig umgesetzt.
Die Petition finden Sie hier und weitere Informationen unter http://www.amnesty.de/2013/7/30/ecuador-der-kampf-der-sarayaku-geht-weiter.
Der Film "Die Kinder des Jaguar" von Eriberto Gualinga über die Sarayaku und ihrem Kampf gegen die Ölförderung kann über unsere Gruppe (siehe unter Materialien) bestellt werden. Die halbstündige Dokumentation wurde von den Sarayaku und Amnesty gemeinsam produziert und gewann 2012 im Rahmen des "National Geographic All Roads Film Festival" einen Preis.

Briefmarathon vom 29.11.-10.12.2017: Indigenen-Organisation MILPAH – In Lebensgefahr, weil sie ihr Land verteidigen
Sie kämpfen gegen die rücksichtslose Ausbeutung von Bodenschätzen auf ihrem Land und riskieren dabei ihr Leben. Mitglieder einer Indigenen-Organisation in Honduras werden bedroht und tätlich angegriffen.
Das Leben der indigenen Gemeinschaft der Lenca ist untrennbar mit ihrem Land verbunden. Doch dieses Land ist massiv bedroht – durch Wasser­kraft­werke, Bergbauvorhaben und andere Groß­projekte.
Die Organisation MILPAH (Movimiento Indígena Independiente Lenca de La Paz) verteidigt die Rechte der indigenen Gemeinschaft und hat unter anderem gegen den Bau von Wasserkraftwerken in Intibucá und La Paz protestiert. Für ihr Engagement zahlen die Mitglieder der Organisation einen hohen Preis: Sie werden verleumdet, tätlich angegriffen und mit dem Tode bedroht. Die Behörden verfolgen die Täter so gut wie nie.
Honduras ist eines der weltweit gefährlichsten Länder für Menschen, die sich für Umweltschutz und die Rechte von Indigenen einsetzen. 2016 wurde die bekannte Aktivistin Berta Cáceres er­mordet, die gegen ein Wasserkraftwerk protestiert hatte. Der Mut der Männer und Frauen ist be­wunderns­wert. "Wir haben keine Waffen, wir haben kein Geld, aber wir haben unsere Stimme", sagt Martín Gómez von MILPAH.
Dieser Fall wurde dieses Jahr als einer von zehn für den Amnesty International Briefmarathon ausgewählt.
Weitere Informationen zur Teilnahme am Briefmarathon und zu allen zehn Fällen finden Sie hier.
Einen fertigen Prostestbrief können Sie hier ausdrucken.

2016

Petition für die Sarayaku in Ecuador, 2013-2016
Die Gemeinde der Sarayaku hat rund 1.200 Mitglieder und lebt im Amazonasgebiet im Osten Ecuadors, am Ufer des Bobonaza-Flusses. Für die Sarayaku sind der Fluss und der dichte Regenwald, der ihn umgibt, die Existenzgrundlage. Doch seit der ecuadorianische Staat vor mehr als zehn Jahren Konzessionsrechte an Ölunternehmen vergeben hat, ist diese in Gefahr. In einem wegweisenden Urteil sprachen die Richter Ecuador im Juli 2012 schuldig, die Rechte der Sarayaku auf Eigentum und kulturelle Identität verletzt zu haben. Dieses Urteil wurde von Ecuador bis heute nicht vollständig umgesetzt.
Die Petition finden Sie hier und weitere Informationen unter http://www.amnesty.de/2013/7/30/ecuador-der-kampf-der-sarayaku-geht-weiter.
Der Film "Die Kinder des Jaguar" von Eriberto Gualinga über die Sarayaku und ihrem Kampf gegen die Ölförderung kann über unsere Gruppe (siehe unter Materialien) bestellt werden. Die halbstündige Dokumentation wurde von den Sarayaku und Amnesty gemeinsam produziert und gewann 2012 im Rahmen des "National Geographic All Roads Film Festival" einen Preis.
Die ecuadorianische Justizministerin, Ledy Zúñiga Rocha, entschuldigte sich am 1. Oktober 2014 bei den Sarayaku, so wie es das Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte vorsieht. Es ist das erste Mal, dass sich der ecuadorianische Staat bei Indigenen entschuldigt.

Briefmarathon vom 02.12.-18.12.2016: Máxima Acuña (Peru) und Indigene im Peace River Valley (Kanada)
Teil des Briefmarathons 2016 waren die folgenden zwei Fälle, welche Menschenrechtsverletzungen an Indigenen betreffen:
Die peruanische Kleinbäuerin Máxima Acuña wird seit Jahren von der Polizei und privaten Sicherheitskräften drangsaliert und bedroht. Grund dafür sind Landkonflikte mit einem Bergbauunternehmen (Fallbeschreibung, Protestbrief spanisch und Protestbrief deutsch).
Und ein riesiges Staudammprojekt bedroht das angestammte Land indigener Gemeinden im kanadischen Peace River Valley. Die Indigenen wehren sich gegen das Projekt, da der Staudamm ihre Lebensgrundlage zerstören würde (Fallbeschreibung, Protestbrief).

2010

Petition für Freilassung von Raúl Hernández
Raúl Hernández wurde am 27. August 2010 von der Mordanklage freigesprochen und aus der Haft entlassen! Er ist Mitglied der mexikanischen Indigenenorganisation OPIM (Organización del Pueblo Indígena Me’ phaa). Er saß seit April 2008 in Untersuchungshaft. Vielen Dank an alle, die diese Petition untersützt haben.

Online-Aktion für die Dongria Kondh im indischen Bundesstaat Orissa
Nach jahrelangem Kampf der indigenen Völker der Dongria und Kutia Kondh hat am 24. August 2010 das indische Umweltministerium den Bau einer Bauxitmine am Fuße der Niyamgiri-Berge im indischen Bundesstaat Orissa abgelehnt und das Genehmigungsverfahren für den Ausbau einer Aluminiumraffinerie in Lanjigarh ausgesetzt.
Eine Zusammenfassung des Kampfes der Dongria Kondh gegen die Bauxitmine des Bergbaugiganten Vedanta finden sie hier.

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