Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

Impressum | Login

Menschenrechte und indigene Voelker

StartseiteEilaktionen-Archiv2017

Eilaktionen 2017

UA-234/2017, Chile: Inhaftierte Mapuche in Gefahr
Vor über 100 Tagen begannen vier Angehörige der indigenen Mapuche-Gemeinschaft einen Hungerstreik, um gegen ein unfaires Gerichtsverfahren zu protestieren, das nach dem chilenischen Antiterrorgesetz gegen sie eingeleitet worden war. Seit dem 25. September nimmt einer von ihnen auch keine Flüssigkeit mehr zu sich. Das Leben der vier Männer ist gefährdet.
Die UA mit weiteren Informationen und die Aktionsmöglichkeiten sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/inhaftierte-mapuche-gefahr abrufbar.

UA-191/2017, Argentinien: Aktivist "verschwunden"
Am 1. August gingen argentinische Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Mapuche vor, die im Departamento Cushamen in der Provinz Chubut leben. Seither wird der 28-jährige Santiago Maldonado vermisst.
Die UA mit weiteren Informationen und die Aktionsmöglichkeiten sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/aktivist-verschwunden abrufbar.

UA-178/2017, Kolumbien: Indigene Gemeinschaft in Gefahr
Die Rechte von Indigenen Gemeinschaften in Chocó, Kolumbien, werden weiterhin durch die Anwesenheit und die Kämpfe von paramilitärischen Gruppen, der Nationalen Befreiungsarmee und staatlichen Sicherheitskräften verletzt. Es gibt Berichte von Kampfhandlungen in unmittelbarer Nähe indigener Siedlungen, das Legen von Tretminen und Zwangsrekrutierungen indigener Kinder.
Die UA mit weiteren Informationen und die Aktionsmöglichkeiten sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/indigene-gemeinschaft-gefahr abrufbar.

UA-169/2017, Mexiko: Unbekannte bedrohen Indigene
Unbekannte sind auf das Anwesen des Indigenensprechers der Yaqui, Mario Luna Romero, im mexikanischen Bundesstaat Sonora eingedrungen und haben das Fahrzeug seiner Frau in Brand gesteckt. Bislang haben die mexikanischen Behörden keine Schutzmaßnahmen für die Familie veranlasst und die Untersuchungen kommen nur schleppend voran. Mario Luna und seine Familie sind weiterhin in Gefahr.
Die UA mit weiteren Informationen und die Aktionsmöglichkeiten sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/unbekannte-bedrohen-indigene abrufbar.

UA-60/2016-2, Honduras: Angriffe auf Indigenenorganisation
Am 30. Juni wurden die Koordinator_innen der Indigenenorganisation COPINH – Berta Zuniga Cáceres, Sotero Chavarría Fúnez und José Asunción Martínez – auf ihrem Weg zur Stadt La Esperanza von Unbekannten angegriffen. Dieser Angriff macht deutlich, dass COPINH-Mitglieder nach wie vor in Gefahr sind.
Berta Cáceres, Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH, war am frühen Morgen des 3. März 2016 in ihrem Haus in der Stadt La Esperanza im Departamento Intibucá im Westen Honduras erschossen worden. Seitdem sind COPINH-Mitglieder und die Familienangehörigen von Berta Cáceres, darunter ihre Tochter Berta Zuniga Cáceres, Drangsalierungen und Angriffen ausgesetzt.
Die UA mit weiteren Informationen und die Aktionsmöglichkeiten sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/angriffe-auf-indigenenorganisation abrufbar.

UA-135/2017, Guatemala: Indigene in Gefahr
Aura Lolita Chávez, eine angesehene guatemaltekische Menschenrechtsverteidigerin und Indigenensprecherin, sowie Mitglieder ihrer Organisation „Rat der K’iche’“ sind von Unbekannten bedroht und angegriffen worden. Die Menschenrechtsverteidiger_innen sind derzeit untergetaucht und fürchten um ihr Leben.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/indigene-gefahr abrufbar.

UA-62/2017, Kolumbien: Paramilitärs eingedrungen
Am 15. März berichtete die Menschenrechts-NGO Comisión Intereclesial de Justicia y Paz (CIJP) über die Präsenz von 40 Personen, die zu der paramilitärischen Gruppe Autodefensas Gaitanistas de Colombia (AGC) gehören, in der Farm in Santa Rosa im Departamento Chocó im Nordwesten Kolumbiens. Laut der NGO besetzten diese Personen die Farm für zwei Tage. Seit dem 8. März berichtet die CIJP, dass paramilitärische Gruppen die Gemeinschaften im Flussgebiet Jiguamiandó schikanieren, sie einschüchtern, die Anführer_innen der Gemeinschaften bedrohen und ihre Absicht, die Kontrolle über das Gebiet zu bekommen, bekräftigen. Trotz der Tatsache, dass in den humanitären Zonen im Urada Jiguamiandó Reservat, Pueblo Nuevo und Nueva Esperanza von der Interamerikanischen Menschenrechtskommission und dem Verfassungsgericht Schutzmechanismen gewährt wurden, hat sich die Situation nicht geändert, sondern verschlechtert sich seit Anfang März.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-062-2017/paramilitaers-eingedrungen abrufbar.

UA-58/2017, Argentinien: Indigenen droht unfaires Verfahren
Drei Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Chañaral Wichí aus der Provinz Salta im Norden Argentiniens stehen vor Gericht, weil sie mit passivem Widerstand ihr Land verteidigt haben. Das Verfahren entspricht jedoch nicht rechtstaatlichen Prinzipien. Martin Acosta, Dalmacio Acosta und Demetrio Campos sind wegen Drohungen und der Verursachung von Schäden angeklagt. Die Vorwürfe kommen von einer Landbesitzer_in, die daran interessiert ist, das Land der indigenen Gemeinde, zu vereinnahmen. 2014 widersetzte sich die indigene Gemeinschaft einer Gruppe von Menschen, die Teile ihres angestammten Landes umzäunen wollten und damit die Wege zu ihrem Jagdrevier und ihren Fischfanggründe blockierten und den Zugang zu Wasser und Feuerholz versperrten und somit ihre Existenzgrundlage gefährdeten.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-058-2017/indigenen-droht-unfaires-verfahren und das Update unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-058-2017-1/indigene-weiter-strafverfolgt abrufbar.

UA-44/2017, Peru: Indigene in Gefahr
Am Nachmittag des 3. Februar 2017 drangen etwa 60 nicht identifizierte Männer in das Gebiet der indigenen Gemeinschaft der Asháninka Meantari im Bezirk Pangoa in der Provinz Satipo im Regenwald von Zentralperu ein. Sie zwangen die Gemeinschaftsangehörigen durch Morddrohungen das Gebiet zu verlassen. Aufgrund der Schwere der Drohungen flüchteten alle 21 Familien in die benachbarten Gemeinden San Ene und Yaviro, die etwa zwei Stunden Fußmarsch entfernt liegen. Die Familien halten sich weiter dort auf und haben Angst, in ihre Gemeinde zurückzukehren. Weder nationale Stellen noch lokale Behörden haben bislang Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass die bewaffneten Männer das Gebiet verlassen.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-044-2017/indigene-gefahr und das Update unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-044-2017-1/indigene-weiterhin-vertrieben abrufbar.

UA-34/2017, Honduras: Menschenrechtsorganisationen unter Druck
In Honduras werden nationale und internationale Organisationen, die Land- und Umweltrechte verteidigen, ins Visier genommen. Betroffen sind unter anderem die internationale NGO Global Witness sowie die honduranischen Indigenenorganisationen COPINH. Ihre Mitglieder sind zunehmend Drangsalierungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-034-2017/menschenrechtsorganisationen-unter-druck abrufbar.

UA-27/2017, Mexiko: Indigenensprecher getötet
Am 1. Februar wurde der Indigenensprecher Juan Ontiveros Ramos im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua tot aufgefunden. Unbekannte Männer verschafften sich am 31. Januar gewaltsam Zutritt zu seinem Haus im Gemeindebezirk Guadalupe y Calvo und nahmen ihn gegen seinen Willen mit. Einige seiner Familienangehörigen wurden brutal geschlagen. Bewohner_innen des Dorfes Choréachi in Guadalupe y Calvo befinden sich in Gefahr.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-027-2017/indigenensprecher-getoetet abrufbar.

UA-22/2017, Malaysia: Drangsalierung beenden
Fünf indigene Menschenrechtsverteidiger der Orang Asli und zwei Journalisten sind am 23. Januar nach friedlichen Protesten gegen die von den lokalen Behörden ausgegebenen Abholzungslizenzen von der Forstbehörde willkürlich inhaftiert worden. Sie sind zwar alle wieder auf freiem Fuß, doch die Befürchtungen halten an, dass sie weiterhin Repressionen ausgesetzt sein werden.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-022-2017/drangsalierung-beenden abrufbar.

UA-8/2017, Argentinien: Gewalt gegen Indigene
Am 10. Januar gingen mehr als 200 argentinische Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Mapuche vor, die in der Gemeinde Cushamen in der Provinz Chubut leben. Hierbei seien Frauen über den Boden geschleift worden, Häuser seien zerstört und Vieh gestohlen bzw. getötet worden.
Am 11. Januar griff die Lokalpolizei der Provinz Chubut die Mapuche-Gemeinde erneut an. Bewohner_innen der Gemeinde berichteten, dass die Beamt_innen Schüsse abfeuerten und mehrere Personen verletzten, einige von ihnen schwer. Eine Person trug einen Kieferbruch, eine andere einen mehrfachen Schädelbruch davon.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-008-2017/gewalt-gegen-indigene abrufbar.

Eilaktionen