Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Eilaktionen 2014

UA-314/2014, Ecuador: Indigene Gemeinschaft in Gefahr
Am 2. Dezember wurde die Leiche von José Isidro Tendetza Antún, dem Sprecher der indigenen Gemeinschaft der Shuar, im Fluss Río Zamora im Südosten von Ecuador gefunden. Er war seit dem 28. November nicht mehr gesehen worden. Die Leiche wurde zunächst unidentifiziert begraben, ohne dass die Familie von José Isidro Tendetza Antún benachrichtigt wurde.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-314-2014/indigene-gemeinschaft-gefahr abrufbar.

UA-311/2014, Mexiko: Indigene Gemeinschaft drangsaliert
Sprecher_innen und weitere Angehörige einer indigenen Gemeinschaft sind eingeschüchtert und drangsaliert worden, weil sie sich gegen den Bau eines neuen Windparks in der Landenge von Tehuantepec im Süden Mexikos einsetzen. Es ist zu befürchten, dass weitere Drohungen gegen sie ergehen werden.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-311-2014/indigene-gemeinschaft-drangsaliert abrufbar.

UA-284/2014, Paraguay: Indigene gefährdet
Im Departamento Alto Paraguay im Norden Paraguays wurde Land, das die indigene Gemeinschaft der Ayoreo Totobiegosode als ihr angestammtes Land betrachtet, durch ein Viehzuchtunternehmen in Beschlag genommen. Dies gefährdet das Überleben der indigenen Gemeinschaften, die in diesem Gebiet in freiwilliger Isolation leben.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-284-2014/indigene-gefaehrdet abrufbar.

UA-268/2014, Brasilien: Gemeinde bedroht und eingeschüchtert
Etwa 20 Familien der Quilombo-Gemeinschaft im Dorf São José de Bruno werden derzeit von einem Viehzüchter bedroht und eingeschüchtert. Das Dorf liegt in der Nähe der Stadt Matinha im brasilianischen Bundesstaat Maranhão. Der Viehzüchter hat einen bewaffneten Wächter eingestellt, um die Quilombo-Gemeinde ganz von ihrem Land zu verdrängen.
Erfolg: Am 19. Dezember 2014 nahm die örtliche Polizei fünf bewaffnete Männer fest, die in dem Dorf São José de Bruno im Bundesstaat Maranhão patrouilliert hatten. Einer der Männer wurde inhaftiert und angeklagt. Gegen Zahlung einer Kaution wurde er zwar später freigelassen, es erwartet ihn aber eine Anklage wegen Bedrohung der Gemeinde.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-268-2014/gemeinde-bedroht-und-eingeschuechtert und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-268-2014-1/verantwortliche-festgenommen abrufbar.

UA-230/2014, Mexiko: indigene Aktivisten inhaftiert
Der indigene Aktivist Mario Luna Romero ist im mexikanischen Bundesstaat Sonora festgenommen worden. Die Vorwürfe gegen ihn sind möglicherweise politisch motiviert und ihm könnte ein unfaires Gerichtsverfahren drohen. Er hatte gegen ein Aquädukt protestiert, das den Zugang zu Wasser der indigenen Gemeinschaft der Yaqui einschränkt.
Der indigene Aktivist Fernando Jiménez Gutiérrez ist festgenommen worden. Ihm könnte ein unfaires Gerichtsverfahren drohen. Fernando Jiménez Gutiérrez hatte öffentliche Veranstaltungen in Mexiko-Stadt besucht, um die indigene Gemeinschaft der Yaqui darin zu unterstützen, den Bau und Betrieb des Aquädukts Independencia zu stoppen.
Die Anklagen gegen den indigenen Aktivisten Mario Luna Romero wurden bestätigt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-230-2014/indigener-aktivist-inhaftiert und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-230-2014-1/weiterer-indigener-aktivist-inhaftiert abrufbar.

UA-229/2014, Kolumbien: Menschenrechtler_innen massiv bedroht
Mindestens 80 kolumbianische Menschenrechtler_innen haben per E-Mail Morddrohungen erhalten. Dies geschah jeweils an oder kurz vor dem nationalen Tag der Menschenrechte am 9. September.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-229-2014/menschenrechtlerinnen-massiv-bedroht abrufbar.

UA-228/2014, Peru: Indigene in Lebensgefahr
Vier Sprecher der indigenen Gemeinschaft der Asháninka sind am 1. September im peruanischen Amazonasgebiet vermutlich von illegalen Holzfällern getötet worden. Man geht von einem Vergeltungsschlag aus, weil sich die Männer gegen die illegalen Rodungen auf ihrem angestammten Land gewehrt haben. Ihre Familien und weitere Angehörige der Gemeinschaft sind in Gefahr.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-228-2014/indigene-lebensgefahr abrufbar.

UA-214/2014, Mexiko: Menschenrechtlerin bedroht
Die indigene Menschenrechtlerin Silvia Pérez Yescas, die sich in Mexiko für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzt, hat zahlreiche Morddrohungen erhalten. Am 19. August erfuhr sie zum Beispiel aus zuverlässiger Quelle, dass auf ihre Tötung nach Rückkehr in die Stadt Matías Romero ein Kopfgeld von 100.000 Mexikanischen Pesos (knapp 6.000 Euro) ausgesetzt worden war. Die Behörden haben bisher keine angemessenen Schutzmaßnahmen für sie angeordnet.
Die indigene Menschenrechtlerin Silvia Pérez Yescas hat erneut Morddrohungen erhalten. Die Schutzmaßnahmen, die ihr die mexikanischen Behörden zugesichert haben, sind unzureichend. Ihr Leben und ihre Sicherheit sind weiter in Gefahr.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-214-2014/menschenrechtlerin-bedroht und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-214-2014-1/menschenrechtlerin-erneut-bedroht abrufbar.

UA-210/2014, Kolumbien: Morddrohung gegen Menschenrechtler
Der Menschenrechtler Juan Pablo Gutiérrez, der sich in Kolumbien für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzt, ist von einer paramilitärischen Gruppe mit dem Tod bedroht worden. Seitdem hat er zahlreiche zusätzliche Drohanrufe erhalten. Er und weitere Mitarbeiter_innen von Indigenenorganisationen sind in Gefahr.
Juan Pablo Gutiérrez ist wegen seiner Menschenrechtsarbeit bereits in der Vergangenheit in Gefahr geraten. Am 9. Oktober 2013 zum Beispiel wurde er von vier Personen auf Motorrädern überfallen, als er mit seinem Kleintransporter in Bogotá unterwegs war. Er beschleunigte den Wagen, um zu entkommen, und die Männer gaben mehrere Schüsse auf den Transporter ab. Die kolumbianische Indigenenorganisation ONIC hat nach diesem Mordanschlag bei der nationalen Schutzbehörde (Unidad Nacional de Protección - UNP) Schutzmaßnahmen für Juan Pablo Gutiérrez beantragt, bisher sind jedoch keine derartigen Maßnahmen umgesetzt worden.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-210-2014/morddrohung-gegen-menschenrechtler abrufbar.

UA-126/2014, Paraguay: Landrückgabe an Indigene
Am 21. Mai wird die Abgeordnetenkammer des Parlaments von Paraguay (Cámara de Diputados) über einen Gesetzesentwurf abstimmen, auf dessen Grundlage den Angehörigen der indigenen Gemeinschaft der Sawhoyamaxa 14.404 Hektar des traditionell von ihr besiedelten Landes zurückgegeben werden soll. Seit über 20 Jahren kämpft die indigene Gemeinschaft für die Rückgabe ihres angestammten Landes, das für ihr Überleben unabdingbar ist.
Am 21. Mai hat die Abgeordnetenkammer des Parlaments von Paraguay einen Gesetzentwurf verabschiedet, auf dessen Grundlage den Angehörigen der indigenen Gemeinschaft der Sawhoyamaxa 14.404 Hektar des traditionell von ihr besiedelten Landes zurückgegeben wird. Dies ist ein wichtiger Erfolg für die Gemeinschaft, die seit über 20 Jahren für die Rückgabe ihres angestammten Landes kämpft. Nun muss der Präsident das Gesetz in Kraft setzen.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-126-2014/landrueckgabe-indigene? und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-126-2014-1/parlament-stimmt-fuer-landrueckgabe? abrufbar.

UA-115/2014, Kolumbien: Indigene bedroht
Die 15-jährige Génesis Gisselle Gutiérrez Romero hat am 5. Mai eine telefonische Morddrohung erhalten. Sie ist Bewohnerin des Indigenengebiets Resguardo Indígena de Zahíno im Nordosten Kolumbiens. Sie und ihre Familie haben Verbindungen zu einer lokalen Menschenrechtsorganisation, die sich für die Rechte der indigenen Gemeinschaft der Wayúu einsetzt.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-115-2014/indigene-bedroht? abrufbar.

UA-95/2014, Paraguay: Abstimmung über Landrechte
Am 24. April wird der paraguayische Senat über einen Gesetzesentwurf abstimmen, der den Angehörigen der indigenen Gemeinschaft der Sawhoyamaxa das traditionell von ihr besiedelte Land zurückgeben soll. Eine positive Abstimmung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2006 eingehalten wird.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-095-2014/abstimmung-ueber-landrechte? und das Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-095-2014-1/gesetz-passiert-senat? abrufbar.

UA-49/2014, Mexiko: Indigene Aktivisten bedroht
Eine indigene Familie, die gegen den Bau eines Windparks in der Stadt Juchitán de Zaragoza im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca protestiert und ihr Land versucht zu schützen, hat am 27. Februar eine Morddrohung erhalten. Pedro Martínez Guerra und seine Familie bewachen seit geraumer Zeit aktiv ihr Land, um zu verhindern, dass die an dem Bau des Windparks beteiligten Personen es erneut betreten. Erst vor kurzem wurden auf dem Land der Familie ohne rechtliche Genehmigung eine Zugangsstraße und ein Leitungsmast gebaut.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-049-2014/indigene-aktivisten-bedroht abrufbar.

UA-19/2014, Peru: Keine Gerechtigkeit für Zwangssterilisierte
Am 22. Januar hat die Staatsanwaltschaft in der peruanischen Hauptstadt Lima (Fiscalía penal Supraprovincial de Lima) die Fälle von über 2.000 indigenen Frauen und Kleinbäuerinnen, die mutmaßlich in den 1990er-Jahren zwangssterilisiert wurden, zu den Akten gelegt. Diese 2.000 Fälle stellen nur einen kleinen Teil von insgesamt mehr als 200.000 Fällen von Frauen dar, die in den 1990er-Jahren zwangssterilisiert wurden.
Während der 1990er-Jahre wurden etwa 200.000 Frauen, hauptsächlich Kleinbäuerinnen und Indigene, als Teil eines Programmes zur Geburtenkontrolle bei ärmeren Bevölkerungsgruppen zwangssterilisiert. Es liegen Hinweise vor, dass im Gesundheitswesen angestellte Personen, die das Programm zur Familienplanung umsetzten, unter Druck gesetzt wurden, um Sterilisierungsquoten zu erfüllen, und dass die betroffenen Frauen in den meisten Fällen keine Kenntnis der Sachlage hatten und der Sterilisierung nicht aus freiem Willen zustimmten. Vielen Frauen und ihren Familien wurden anscheinend Geld- und Gefängnisstrafen sowie die Aussetzung ihrer Lebensmittelhilfen angedroht, sollten sie sich weigern, die Sterilisierung vornehmen zu lassen. Viele der operierten Frauen erhielten keine angemessene Nachbehandlung, was ihre Gesundheit schädigte. 18 Frauen starben.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-019-2014/keine-gerechtigkeit-fuer-zwangssterilisierte abrufbar.

UA-12/2014, Kolumbien: Indigenensprecher in Lebensgefahr
Flaminio Onogama Gutiérrez, Sprecher der indigenen Gemeinschaft der Emberá Chamí im Südwesten Kolumbiens, befindet sich in Lebensgefahr. Seine beiden Neffen, die ebenfalls Vertreter ihrer indigenen Gemeinschaft waren, wurden bereits umgebracht.
Am 1. Januar 2014 wurden Berlain Saigama Gutiérrez und Jhon Braulio Saigama, zwei Sprecher der indigenen Gemeinschaft der Emberá Chamí in der Ortschaft La Esperanza im Bezirk El Dovio des Departamento Valle del Cauca durch wiederholte Stiche getötet. Ihre Leichen wiesen Spuren von Folter auf, als man sie entfernt vom Tatort fand.
Flaminio Onogama Gutiérrez und die indigene Gemeinschaft von La Esperanza leisten den Paramilitärs, die auf dem Land der indigenen Gemeinschaft Drogen anbauen wollen, und den Interessensgruppen, die in der Gegend Kohle, Kupfer und Gold abbauen möchten, seit geraumer Zeit Widerstand.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-012-2014/indigenensprecher-getoetet abrufbar.

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