Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Eilaktionen 2012

UA-334/2012, Guatemala: Bergbaugegner bedroht
Zwei Aktivisten der Organisation Frente Norte del Área Metropolitana (FRENAM), die sich gegen Bergbau einsetzen, sind nach einer Auseinandersetzung vor einem Bergwerk im Departamento Guatemala in San José del Golfo bedroht worden. Seit März wird vor dem Minengelände El Tambor protestiert. Die GegnerInnen des Bergwerks befürchten, dass durch die Bergbauaktivitäten das Trinkwasser verschmutzt wird, und machen geltend, dass die örtlichen Gemeinschaften nicht über die möglichen Folgen aufgeklärt bzw. nicht zu dem Projekt konsultiert wurden. Das Bergwerk wird von EXMINGUA betrieben, einer lokalen hundertprozentigen Tochtergesellschaft des US-Unternehmens Kappes, Cassidy and Associates, die im August 2012 von Radius Gold gekauft wurde.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-334-2012/bergbaugegner-bedroht abrufbar.

UA-321/2012, Brasilien: Drohende Zwangsräumung
Den 170 Angehörigen der indigenen Gemeinschaft der Guarani-Kaiowá von Pyelito Kue/Mbarakay, darunter 70 Kinder, droht die sofortige rechtswidrige Zwangsräumung von ihrem angestammten Land im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Wenn sie von dem Land vertrieben werden, müssten sie unter äußerst gefährlichen Bedingungen neben einer Straße leben.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-321-2012/drohende-zwangsraeumung abrufbar.

UA-162/2012-1, Paraguay: Keine Lebensgrundlage
Das Überleben der indigenen Gemeinschaft der Sawhoyamaxa ist gefährdet, weil die Verhandlungen mit den Behörden über die Rückkehr der Indigenen auf ihr angestammtes Land zum Erliegen gekommen sind. Die Sawhoyamaxa müssen seit Jahren unter unzumutbaren Bedingungen am Rand einer Schnellstraße leben, da sich ihr Land im Besitz zweier Privatunternehmen befinden, obwohl der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte bereits 2006 die Regierung angewiesen hat, den Sawhoyamaxa ihr angestammtes Land zurückzugeben.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-162-2012-1/keine-lebensgrundlage abrufbar.

UA-260/2012, Ecuador: Missbrauch des Strafrechts
Am 14. August verurteilte der Oberste Gerichtshof von Ecuador die Gemeindesprecher Carlos Pérez, Federico Guzmán und Efraín Arpi aufgrund einer Straßenblockade bei einer Demonstration gegen einen Gesetzentwurf zu acht Tagen Gefängnis. Die Entscheidung macht deutlich, dass das Strafrecht Ecuadors dazu benutzt wird, öffentliche Proteste zu verhindern.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-260-2012/missbrauch-des-strafrechts abrufbar.

UA-241/2012, Brasilien: Angriff auf Indigene
Die im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul ansässige indigene Gemeinschaft der Arroio-Korá ist am 10. August von etwa 50 bewaffneten Männern angegriffen worden, die sie von ihrem angestammten Land vertreiben wollten. Ein Mann wird vermisst und die Gemeinschaft befürchtet, dass er getötet worden ist. Die Arroio-Korá sind von weiteren Gewalttaten bedroht.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-241-2012/angriff-auf-indigene abrufbar.

UA-202/2012, Guatemala: Indigene in Lebensgefahr
Mehrere Angehörige der Indigenenorganisation Rat der Kirche (Consejo de los Pueblos Kirche - CPK) sind in den vergangenen Wochen in Guatemala tätlich angegriffen und bedroht worden. Ein Sprecher der Organisation wurde am 12. Juni von bewaffneten Männern getötet, die anderen befinden sich in Gefahr.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-202-2012/indigene-lebensgefahr abrufbar.

UA-162/2012, Paraguay: Landansprüche in Gefahr
Die indigene Gemeinschaft der Sawhoyamaxa muss befürchten, dass ihr angestammtes Land durch illegale Rodungsarbeiten großen Schaden nimmt, obwohl in Bezug auf das umstrittene Grundstück ein Rodungsverbot erlassen wurde.
Die Gemeinschaft der Sawhoyamaxa kämpft bereits seit über 20 Jahren mit rechtlichen Mitteln dafür, auf einen Teil ihres angestammten Landes im Osten der Region Chaco zurückkehren zu dürfen. Es geht dabei um ein 14.400 Hektar großes Grundstück. 2006 wies der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte die Regierung Paraguays an, den Sawhoyamaxa ihr angestammtes Land zurückzugeben. Die Sawhoyamaxa müssen derzeit unter unzumutbaren Bedingungen am Rand einer Schnellstraße leben, da sich ihre Ländereien in den Händen von Privatbesitzern befinden.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-162-2012/landansprueche-gefahr abrufbar.

UA-157/2012, Mexiko: Indigene bedroht
Die Gemeinde Valle del Río San Pedro im Südwesten Mexikos hat am 19. Mai eine Morddrohung erhalten. Man bedrohte die Gemeindemitglieder mit dem Tode, sollten sie ihre Häuser nicht verlassen. In der Vergangenheit sind bereits Angehörige der Gemeinde getötet worden. Es besteht akute Gefahr, dass es weitere Übergriffe geben wird.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-157-2012/indigene-bedroht abrufbar.

UA-115/2012, Brasilien: Erste Tote in Landstreit
Illegale HolzfällerInnen und Landräuber bedrohen kleine von der Landwirtschaft lebende Gemeinden, die in rechtlich anerkannten Reservaten im Bezirk Lábrea im Nordosten des Bundesstaates Amazonas leben. Mit Schlägen, Drohungen, Brandanschlägen und Diebstahl wird versucht, die Sprecher dieser Gemeinden von ihrem Land zu vertreiben. Viele sind bereits aus Angst um ihr Leben aus der Region geflohen. Nachdem Dinhana Nink auf die Situation aufmerksam gemacht hatte, wurde sie in einer Stadt im benachbarten Bundesstaat Rondonia vor den Augen ihres Sohnes erschossen. Nichtregierungsorganisationen berichten, dass wegen der fehlenden Präsenz einer örtlichen Polizei in diesem Gebiet nur wenige oder sogar keine Untersuchungen hinsichtlich der illegalen Aktivitäten der kriminellen Banden durchgeführt werden. Seit 2007 sind in dieser Region mindestens sechs Menschen getötet worden.
Die UA ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-115-2012/erste-tote-landstreit abrufbar.

UA-070/2012, Mexiko: Zeugen und Angehörige bedroht
Die Angehörigen eines getöteten indigenen Mexikaners werden massiv bedroht, um sie davon abzubringen, Gerechtigkeit zu fordern. Soldaten hatten den 27-Jährigen erschossen. Die Familie befindet sich in Lebensgefahr.
Die UA ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-070-2012/zeugen-und-angehoerige-bedroht abrufbar.

UA-039/2012, Panama: exzessive Polizeigewalt
Am 5. Februar löste die Polizei in Panama eine Demonstration indigener Gemeinschaften unter Einsatz von Gewalt auf. Dabei wurden zwei Personen getötet und mehr als 40 Demonstrierende verletzt. Wahrscheinlich werden landesweit weitere Protestveranstaltungen stattfinden. Es muss befürchtet werden, dass die Sicherheitskräfte erneut mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen die Demonstrierenden vorgehen werden.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-039-2012/exzessive-polizeigewalt abrufbar.

UA-025/2012, Mexiko: Menschenrechtler inhaftiert
Maximino García Catarino ist Mitglied einer Indigenenorganisation. Er soll laut Anweisung des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte Schutz der mexikanischen Regierung erhalten. Am Nachmittag des 21. Januar wurde Maximino García Catarino jedoch von BeamtInnen der Justizpolizei des Bundesstaates in seinem Haus festgenommen. Die BeamtInnen erklärten ihm, sie hätten einen Haftbefehl gegen ihn wegen des Mordes an einem Mann Namens Juan Teodoro García. Sie befragten ihn auch zum Aufenthaltsort weiterer Na Savi und zu anderen KoordinatorInnen der Indigenenorganisation OFPM. Als Maximino García Catarino die Antwort verweigerte, traten und schlugen die PolizeibeamtInnen ihn am ganzen Körper.
Die UA mit weiteren Informationen ist unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-025-2012/menschenrechtler-inhaftiert und ein Update unter http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-025-2012-1/unfaires-verfahren abrufbar.

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