Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Aktuelle Eilaktionen / Urgent Actions

Auf dieser Seite finden Sie die laufenden Eilaktionen von Amnesty International zum Thema Menschenrechtsverletzungen an indigenen Völkern. Eilaktionen zu anderen Themen von Amnesty sind unter http://www.amnesty.de/urgent-actions-0 abrufbar.

Aktuelle Eilaktion bis zum 28.03.2018, Kenia: Neue Drohungen gegenüber indigener Gemeinschaft
Die indigene Gemeinschaft der Sengwer sieht sich mit erneuten Zwangsräumungsdrohungen konfrontiert. Am 21. Januar kündigte ein örtlicher Regierungsmitarbeiter verstärkte Sicherheitseinsätze an, um alle Bewohner_innen, die in seinen Augen „alle Kriminelle und Viehdiebe“ seien, aus dem Wald zu vertreiben. Robert Kirotich Kibor, ein Angehöriger der Sengwer-Gemeinschaft, wurde erschossen und David Kosgei Kiptilkesi wurde während einer Zwangsräumung durch Schüsse schwer verletzt.
Seit dem 29. Dezember 2017 führt die Kenianische Forstbehörde (Kenya Forest Service - KFS) rechtswidrige Zwangsräumungen von Angehörigen der indigenen Sengwer im Embobut-Wald in den Cherengany Hills, einer Hügelkette im westlichen Hochland von Kenia durch. Die Forstbehörde ist Teil des Ministeriums für Umweltschutz und natürliche Ressourcen. Die Zwangsräumungen werden trotz einer Unterlassungsverfügung des Obersten Gerichtshofs durchgeführt, die die Räumung oder Festnahme der im Wald ansässigen Sengwer untersagt. Die rechtswidrigen Zwangsräumungen verstoßen gemäß Völkerrecht, Menschenrechtsstandards der Afrikanischen Union (AU) und kenianischer Verfassung gegen die Menschenrechte der Sengwer, darunter ihre Rechte auf Wohnen und ihr angestammtes Land.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/zwangsraeumungen-kenia und das Update unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/neue-drohungen-gegenueber-indigener-gemeinschaft abrufbar.

Aktuelle Eilaktion bis zum 01.03.2018, Indien: Aktivisten droht Haft
Die Aktivisten Judhishtira Jena und Babula Samal, die der indigenen Gemeinschaft der Adivasi angehören, wurden wegen ihrer friedlichen Rolle im Widerstand gegen die Landnahme für ein Stahlwerk am 18./19. Dezember 2017 festgenommen. Beide Männer sind außerdem mit zahlreichen weiteren Anklagen konfrontiert, einige davon wegen mutmaßlicher Aktionen vor zehn Jahren. Bei einer Verurteilung drohen ihnen lebenslange Haftstrafen.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/aktivisten-droht-haft abrufbar.
Einen vorformulierten Musterbrief in englicher Sprache finden Sie hier.

Aktuelle Eilaktion bis zum 22.02.2018, Ecuador: Morddrohung gegen Menschenrechtlerin
Am frühen Morgen des 5. Januar hat ein Unbekannter Steine auf das Haus von Patricia Gualinga in Puyo in der Provinz Pastaza geschleudert und dabei gedroht, die Menschenrechtlerin zu töten. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielt sich Patricia Gualinga zusammen mit ihren Eltern und ihrem Kind in dem Haus auf. Noch am selben Tag meldete sie den Vorfall der Polizei und erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft der Provinz Pastaza. Bislang haben Patricia Gualinga und ihre Familie weder Schutzmaßnahmen der Behörden erhalten noch hat es sichtbare Fortschritte bei den Ermittlungen gegeben.
Patricia Gualinga ist eine Indigenensprecherin der Kichwa innerhalb der indigenen Gemeinschaft der Sarayaku. Deren angestammtes Land liegt im Osten Ecuadors. Patricia Gualinga setzt sich für Landrechte und den Umweltschutz im Kontext von Projekten der Rohstoffförderung im ecuadorianischen Amazonasgebiet ein.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/morddrohungen-gegen-menschenrechtlerin abrufbar.

Aktuelle Eilaktion bis zum 22.01.2018, Kolumbien: Zwei Gemeindesprecher getötet
Am 9. Dezember berichtete die Nichtregierungsorganisation Interkirchliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (Comisión Intereclesial de Justicia y Paz – CIJP) über den Tod von Hernán Bedoya, einem Sprecher der humanitären Schutzgebiete Piedeguita und Mancilla. Zuvor hatte er über unrechtmäßige Übereinkünfte, betrügerische Verträge und das Eindringen von paramilitärischen Gruppierungen in die Region berichtet. Er wurde gegen 13:15 Uhr von Paramilitärs der AGC getötet. Im Dorf Playa Roja, der Ort wird auch El Acopio genannt, schossen sie 14 Mal auf ihn. Am 26. November war der Sprecher der Gemeinde Curvaradó, Mario Castaño Bravo, auf seiner eigenen Farm in der Region Florida im Schutzgebiet La Larga Tumaradó getötet worden. Unbekannte drangen in sein Zuhause ein und schossen mehrfach auf ihn. Mario Castaño Bravo betreute die Erarbeitung eines gemeinsamen Reparationskonzepts, das unter anderem die Anerkennung des Landes als gesetzliches Eigentum der Gemeinden beinhaltete. Darüber hinaus sollten die Aktivitäten von Firmen eingeschränkt werden, die durch ihr Handeln ohne Rücksprache mit den Gemeinden das Leben, das Land und die Würde der Bewohner_innen bedrohen.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/zwei-gemeindesprecher-getoetet?etcc_med=Newsletter&etcc_var=UA-NL&dat=KW50-2017 abrufbar.

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