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Archiv Briefe gegen das Vergessen
Mai 2011
Mexiko: Die mexikanische Menschenrechtlerin Bety Cariño Trujillo und der finnische Menschenrechtsbeobachter Jyri Antero Jaakkola wurden am 27. April 2010 im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca erschossen. Die beiden gehörten zu einem humanitären Konvoi mit Nahrungsmitteln und Medikamenten auf dem Weg zur indigenen Gemeinschaft der Triqui im abgelegenen San Juan Copala, wo sie auch die dortige Menschenrechtslage dokumentieren wollten.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2011/5/bety-cariono-trujillo-und-jyri-antero-jaakkola.
Indien: Seit 2005 dokumentiert Kartam Joga Menschenrechtsverletzungen an der indigenen Gemeinschaft der Adivasi im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh. 2007 machten Kartam Joga und zwei weitere führende Adivasi beim Obersten Gerichtshof Indiens Eingaben zu den Menschenrechtsverletzungen im Bundesstaat Chhattisgarh und der Straffreiheit für Sicherheitskräfte und Mitglieder der Salwa Judum. Am 31. August 2010 kritisierte der Oberste Gerichtshof die Reaktion der Regierung des Bundesstaates Chhattisgarh auf diese Eingaben als "durch und durch vage und unklar". Er forderte die Regierung von Chhattisgarh auf, eine umfassende eidesstattliche Erklärung hinsichtlich der in der Petition geäußerten Vorwürfe abzugeben. Am 14. September 2010 wurde Kartam Joga aufgrund verschiedener Anklagen inhaftiert. Amnesty International geht davon aus, dass die Anschuldigungen politisch motiviert sind, und betrachtet Kartam Joga als gewaltlosen politischen Gefangenen.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2011/5/indien-kartam-joga.
März 2011
Mexiko: Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú wurden 2002 von mexikanischen Soldaten vergewaltigt. Obwohl sie Anzeige erstatteten, wurde bis heute weder eine gründliche Untersuchung durchgeführt noch ein Beteiligter zur Verantwortung gezogen. Bereits 2005 wurden Briefe gegen das Vergessen für die beiden versendet und doch hat sich bis heute nichts getan.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2011/3/ines-fernandez-ortega-und-valentina-rosendo-cantu.