Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Archiv Briefe gegen das Vergessen

März 2017
Honduras: Aufgrund ihres Einsatzes für die Rechte indigener Gemeinden und gegen die rücksichtslose Ausbeutung von Bodenschätzen werden die Indigenenorganisationen COPINH (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras) und MILPAH (Independent Lenca Indigenous Movement of La Paz) seit vielen Jahren immer wieder bedroht, tätlich angegriffen und schikaniert, und man versucht, ihre Arbeit zu kriminalisieren. Seit der Ermordung von Berta Cáceres sind weitere Mitglieder von COPINH und MILPAH bedroht, überwacht, schikaniert, tätlich angegriffen und sogar ermordet worden.
Ausführliche Informationen zu dem Fall finden Sie unter https://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2017/2/honduras-angehoerige-der-indigenen-gemeinschaft-der-lenca-und-mitg.

Mai 2015
Brasilien: Die Sicherheit von etwa 60 Angehörigen der indigenen Gemeinschaft der Guarani-Kaiowá aus der Gemeinde Apika'y und anderen Ortschaften ist bedroht. Unter ihnen befinden sich auch Kinder. Sie haben am 15. September 2013 eine Zuckerrohrplantage im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul besetzt, die sich ihren Aussagen zufolge auf angestammten Ländereien ihrer Gemeinschaft befindet. Der Gemeinschaft zufolge hat man sie in verschiedenen Konflikten während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von ihrem Land vertrieben. Seit 1999 hatten sie neben einer Schnellstraße vor der Plantage gelebt.
Ausführliche Informationen zu dem Fall finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2015/4/brasilien-angehoerige-der-guarani-kaiowa-aus-der-gemeinde-apikay.

August 2013
USA: Leonard Peltier, ein Angehöriger der Anishinabe-Lakota, verbüßt derzeit wegen der Ermordung zweier FBI-Agenten im Juni 1975 zwei lebenslange Haftstrafen. Amnesty International ist nach wie vor sehr besorgt, dass das Gerichtsverfahren, das zu seiner Verurteilung führte, möglicherweise nicht den internationalen Standards für faire Verfahren entsprochen hat. Leonard Peltier war führendes Mitglied des American Indian Movement (AIM), einer Initiative, die sich für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner einsetzt.
Ausführliche Informationen zu dem Fall finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2013/7/usa-leonard-peltier.

Mai 2011
Mexiko: Die mexikanische Menschenrechtlerin Bety Cariño Trujillo und der finnische Menschenrechtsbeobachter Jyri Antero Jaakkola wurden am 27. April 2010 im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca erschossen. Die beiden gehörten zu einem humanitären Konvoi mit Nahrungsmitteln und Medikamenten auf dem Weg zur indigenen Gemeinschaft der Triqui im abgelegenen San Juan Copala, wo sie auch die dortige Menschenrechtslage dokumentieren wollten.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2011/5/bety-cariono-trujillo-und-jyri-antero-jaakkola.

Indien: Seit 2005 dokumentiert Kartam Joga Menschenrechtsverletzungen an der indigenen Gemeinschaft der Adivasi im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh. 2007 machten Kartam Joga und zwei weitere führende Adivasi beim Obersten Gerichtshof Indiens Eingaben zu den Menschenrechtsverletzungen im Bundesstaat Chhattisgarh und der Straffreiheit für Sicherheitskräfte und Mitglieder der Salwa Judum. Am 31. August 2010 kritisierte der Oberste Gerichtshof die Reaktion der Regierung des Bundesstaates Chhattisgarh auf diese Eingaben als "durch und durch vage und unklar". Er forderte die Regierung von Chhattisgarh auf, eine umfassende eidesstattliche Erklärung hinsichtlich der in der Petition geäußerten Vorwürfe abzugeben. Am 14. September 2010 wurde Kartam Joga aufgrund verschiedener Anklagen inhaftiert. Amnesty International geht davon aus, dass die Anschuldigungen politisch motiviert sind, und betrachtet Kartam Joga als gewaltlosen politischen Gefangenen.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2011/5/indien-kartam-joga.

März 2011
Mexiko: Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú wurden 2002 von mexikanischen Soldaten vergewaltigt. Obwohl sie Anzeige erstatteten, wurde bis heute weder eine gründliche Untersuchung durchgeführt noch ein Beteiligter zur Verantwortung gezogen. Bereits 2005 wurden Briefe gegen das Vergessen für die beiden versendet und doch hat sich bis heute nichts getan.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2011/3/ines-fernandez-ortega-und-valentina-rosendo-cantu.